Kartellamt: Berlusconi-Firma MFE darf bei ProSieben aufstocken

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Kartellamt: Berlusconi-Firma MFE darf bei ProSieben aufstocken

Der italienische Medienkonzern Media for Europe darf seinen Anteil an ProSiebenSat.1 auf über 25 Prozent erhöhen.

Das deutsche Kartellamt erteilte hierzu seine Freigabe, wie am Dienstag aus Daten der Wettbewerbshüter hervorging.

Das von der Familie des früheren italienischen Regierungschefs Silvio Berlusconi kontrollierte Unternehmen hat nach eigenen Angaben seinen Anteil zuletzt bereits auf über 25 Prozent erhöht. Wie viel genau der TV-Konzern direkt und über Finanzinstrumente insgesamt hält, ist jedoch noch nicht bekannt.

Die Italiener hatten Anfang März beim Bundeskartellamt beantragt, ihren Anteil an dem deutschen Fernsehkonzern über 25 Prozent erhöhen zu dürfen, was bei Branchenexperten als problemlos galt. ProSiebenSat.1 lehnte einen Kommentar zum grünen Licht der Wettbewerbshüter ab. MFE plant zumindest vorerst kein Übernahmeoffert für ProSiebenSat.1. "Aktuell haben wir keine derartigen Pläne. Was in einem Jahr ist, wird man dann sehen", sagte MFE-Finanzchef Marco Giordani jüngst dem "Handelsblatt".