Börsen krachen runter: ATX verlor 1,7 Prozent, auch DAX im Minus

Märkte und Börsen

Börsen krachen runter: ATX verlor 1,7 Prozent, auch DAX im Minus

Der Russland-Ukraine-Konflikt verschärft sich, an den Börsen rasselten Dienstagfrüh die Kurse runter. Bis zum Abend gab es leichte Erholung, aber das Minus blieb.

Die europäischen Börsen starteten am Dienstag tief im Minus. In Wien verlor der ATX im Frühhandel 3,3 Prozent, der DAX in Frankfurt sackte um 2,5 Prozent ab, war am Abend aber nur mehr moderate 0,3 Prozent im Minus.

Nach dem schwachen Beginn konnte der ATX seine Abschläge im Verlauf des Vormittags auf gut ein Prozent Minus deutlich eingrenzen. Marktbeobachter verwiesen auf vage Hoffnungen der Anleger auf doch noch diplomatische Lösungen im Ukraine-Konflikt. Am Abend schloss der ATX mit einem Verlust von 1,7 Prozent.  

RBI-Aktie zeitweise elf Prozent im Minus

In Wien krachten die Aktien der Raiffeisen Bank International (RBI) in der Früh um fast elf Prozent runter. Die RBI ist in Russland und der Ukraine stark engagiert, der RBI-Aktienkurs war schon zuletzt stark abgesackt. Zu Handelsschluss standen die RBI-Titel bei 7,5 Prozent Minus. Auch die Aktien der Erste Group fanden sich auf den Verkaufslisten der Investoren und schlossen um deutliche 4,1 Prozent tiefer.  

Finanztitel sind angesichts der im Raum stehenden EU-Sanktionen gegen Russland besonders betroffen. Möglich ist, dass der Westen Russland vom Zahlungsverkehr abschneiden könnte.

Der Aktienkurs des stark mit Russland verwobenen Öl- und Gasriesen OMV gab um zwei Prozent nach. 

ATX-Tagesgewinner war Do & Co mit einem Plus von 3,3 Prozent. Wieder zulegen konnte auch der Leiterplattenhersteller AT&S (+2,8 Prozent).

Moskauer Börsenindex RTS drehte ins Plus

An der Moskauer Börse ging der Kursrutsch nach der Talfahrt vom Montag (minus 13,2 Prozent) gleich weiter. Dienstagfrüh rasselte der russische RTS-Index erneut zweistellig runter. Bis zum Tagesende konnte sich der Index jedoch wieder hocharbeiten und schloss sogar in der Gewinnzone mit einem Plus von 1,6 Prozent.