Aktie der Biotech-Firma Marinomed geht in Wien durch die Decke

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Aktie der Biotech-Firma Marinomed geht in Wien durch die Decke

An der Wiener Börse legten die Papiere des niederösterreichischen Unternehmens am Freitag um 8,7 Prozent zu. Die Firma hat soeben eine Lizenzvereinbarung mit Procter & Gamble abgeschlossen.

Die Aktie des niederösterreichischen Biotechnologie-Unternehmens Marinomed  hat am Freitag einen kräftigen Kurssprung verzeichnet. Die Papiere gingen an der Wiener Börse förmlich durch die Decke. Sie beendeten den Handelstag bei 75 Euro mit einem Kursplus von 8,7 Prozent beziehungsweise sechs Euro höher. Zwischenzeitlich hatte das Plus sogar 13 Prozent betragen.

Virenblocker

Hintergrund ist die Nachricht über eine Lizenzvereinbarung mit dem US-Konsumgüterriesen Procter & Gamble, der bestimmte medizinische Marinomed-Produkte in den USA vermarkten wird. Konkret geht es um sogenannte Carragelose-Produkte. Die Marinomed-Gründer Andreas und Eva Prischl-Grassauer stellen unter der Marke Carragelose einen Wirkstoff zur Behandlung viraler Infektionen der Atemwege her. Den Viren-Blocker gibt es etwa in Sprayform.

Einladendes Niveau

Die Ankündigung der Vereinbarung mit Procter & Gamble bewertet Erste-Group-Analystin Vladimira Urbankova die Ankündigung als "positive Überraschung für die Marktteilnehmer" und verweist auf den derzeit niedrigen Kurs der Titel, der sich auf einem einladenden Niveau befinde - ihre Anlageempfehlung "Buy" bleibe angesichts dieser Entwicklung aufrecht.