Krypto-Milliardär verschenkt fast sein gesamtes Vermögen

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Krypto-Milliardär verschenkt fast sein gesamtes Vermögen

Sam Bankman-Fried ist gerade mal 30 Jahre alt und verdiente mit Kryptowährungen weit über 20 Milliarden Dollar. Für sich selbst behält er pro Jahr aber nur rund 100.000 Dollar pro Jahr.

Der junge Mann mit dem Lockenkopf ist alles andere als einer dieser Selfmade-Milliardäre, die gerne einen protzigen Lebensstil zur Schau stellen. So schnell wie Bankman-Fried hat es dabei kaum einer aus eigener Kraft zum Milliardärs-Status gebracht. Zu seinem 30. Geburtstag im März 2022 war er Erstplatzierter im Reichen-Ranking "30 unter 30" des US-Magazins Forbes, das ihn auf 24 Milliarden Dollar schätzt.  

Gründete Krypto-Börse FTX

Seine Milliarden gemacht hat Bankman-Fried mit der Krypto-Börse FTX, deren Mitgründer er ist und die der weltweit drittgrößte Handelsplatz für Cyberwährungen ist.

Die ersten Krypto-Millionen verdiente er laut Blick mit einem Trick: Nachdem Bitcoins an japanischen Börsen seinerzeit rund 10 Prozent teurer gehandelt wurden als in den USA, kaufte Bankman-Fried das Digitalgeld in den USA, schickte es zur japanischen Börse und verkaufte es wieder. Auf diese Weise soll er zeitweise bis zu 1,5 Millionen Dollar pro Tag verdient haben. Das legte den Grundstein für sein rasant wachsendes Krypto-Vermögen.

"Effektiver Altruismus"

Dieses Geld will er jedoch keinesfalls für sich behalten, sondern großteils verschenken. Gegenüber Bloomberg sagte Bankman-Fried, dass er nach dem Motto des "effektiven Altruismus" lebe: Diese Denkschule lernte er während seines Physikstudiums am MIT kennen - es wird damit anhand mathematischer Berechnungen ermittelt, wie Menschen mit ihrem Geld und ihrer Zeit am meisten Gutes tun können. 

99 Prozent des Geldes verschenkt

Schon als er nach seinem Studium und vor der Krypto-Zeit an der Wall Street arbeitete, spendete Bankman-Fried 50 Prozent seines Einkommens an den Tierschutz. Inzwischen kündigte er an, jährlich 99 Prozent seiner Einnahmen zu verschenken. Zum Leben behalten will er nur ein Prozent, was in etwa 100.000 Dollar pro Jahr sind.

Er spendete schon für den Klimaschutz, für die Pandemiehilfe in Indien und vieles mehr. Heuer will er bis zu einer Milliarde für gute Zwecke geben. Im Februar, nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine, erklärte er via Twitter, dass seine Krypto-Börse ukrainischen Nutzern Bargeld zur Verfügung stelle, wie Finanzen.net berichtet.

Wohnt in WG, fährt Toyota Corolla

Bankman-Fried persönlich pflegt alles andere als einen aufwändigen Lebensstil. Er wohnt in einer WG mit zehn Mitbewohnern, fährt einen Toyota Corolla, entspannt am liebsten bei Computerspielen. "Es gibt keine effektiven Möglichkeiten , sich durch Geldausgeben glücklicher zu machen. Ich will keine Yacht", erklärte Bankman-Fried gegenüber Bloomberg.