450.000 Dollar für Tickets ins Weltall: Vorverkauf gestartet

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450.000 Dollar für Tickets ins Weltall: Vorverkauf gestartet

Die Raumfahrtfirma Virgin Galactic von Milliardär Richard Branson will heuer über 1.000 Weltraumtouristen ins All bringen. Mit Start des Ticketverkaufs steig die Virgin-Aktie um mehr als 30 Prozent.

Nächster Step im Match der Milliardäre um die Pole Position im privaten Weltraumtourismus. Richard Bransons Unternehmen Virgin Galactic verkauft ab sofort für die breite Öffentlichkeit Tickets für einen 90-Minuten-Trip ins All mit dem SpaceShip Two. 

150.000 Dollar Anzahlung

Für die Reise in die unendlichen Weiten des Weltalls müssen Hobby-Astronauten tief in die Tasche greifen: 450.000 Dollar kostet das Flugticket, bei Buchung sind150.000 als Anzahlung zu leisten (25.000 sind nicht refundierbar).

Drei verschiedene Buchungs-Kategorien gibt es: Einzel-Tickets, zwei Sitze im Paket oder auch ganze Flüge. 

Rund 1.000 Weltraum-Passagiere will Richard Branson mit dem SpaceShip Two seiner Firma Virgin Galactic heuer ins All beziehungsweise an dessen Rand bringen. Die Flüge starten vom Spaceport America in New Mexico – dem erste Weltraumflughafen für kommerzielle Allflüge. Die Passagiere werden vor dem Flug mehrere Tage von professionellen Astronauten vorbereitet.

Kommerzieller Start des Weltraumtourismus

Im Juli des Vorjahrs hatte Branson selbst medienwirksam einen Raumflug absolviert. Den kommerziellen Start der All-Flüge verschob Virgin Galactic dann jedoch mehrmals, um das Raumflugzeug noch zu verbessern. Heuer soll es aber losgehen. "Wir planen zum Start unseres kommerziellen Angebots später in diesem Jahr mit den ersten 1.000 zahlenden Kunden. Das bietet uns eine sehr starke Basis für die Aufnahme des regulären Betriebs und die Skalierung unserer Flotte“, wird Virgin-Galactic-Chef Michael Colglazier in einer Mitteilung des Unternehmens zitiert.

Virgin-Aktie schoss um über 30 Prozent rauf

Die Virgin-Aktie jedenfalls hob nach der Mitteilung schon mal ab, stieg um rund 32 Prozent. Das stoppte zumindest mal den seit einem halben Jahr währenden Sinkflug des Papiers.

Konkurrenz von Bezos und Musk

Neben Richard Branson bereiten mit Elon Musk und Jeff Bezos zwei weitere Superreiche den Einstieg in den Weltraumtourismus vor. Bezos' Firma Blue Origin flog bereits mehrere Passagiere ins All.