Auto-Verkäufe erneut um ein Viertel eingebrochen

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Auto-Verkäufe erneut um ein Viertel eingebrochen

Auch im Mai fuhr der heimische Pkw-Markt im Rückwärtsgang. Im Vergleich zum Vorjahr gab es um 24 Prozent weniger Neuzulassungen.

Im Mai 2022 wurden laut Statistik Austria 17 107 Personenkraftwagen (Pkw) neu zum Verkehr zugelassen, was im Vergleich zum Vorjahresmonat einem Rückgang von 24 Prozent entspricht.  

Zuwachs heuer nur im Jänner

Nachdem die Pkw-Neuzulassungen bereits im Februar (-18,9 %), März (-30,1 %) und April (-26,6 %) rückläufig waren – nur im Jänner wurde eine Zunahme verzeichnet (+10,5 %) – ergibt sich für die Periode Jänner bis Mai 2022 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Minus von 20,7 %. 

Rückgang auch bei E-Autos

Nicht nur die Neuzulassungen von diesel- (3.665 Stück; -35,2 %) und benzinbetriebenen Pkw (6.748; -21,3 %) abgenommen, auch die Zahl neu zugelassener alternativ betriebener Pkw (6.694; -19,1 %)
entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahresmonat rückläufig. So wurden um 23,8 % weniger reine Elektroautos verkauft. 

Toyota großer Gewinner

Nach Marken betrachtet blieb VW trotz eines Verlusts von 35,8 Prozent bei den Neuzulassungen, weiterhin Marktführer in Österreich. Darauf folgten Skoda und BMW. 

Einzig Toyota (+52,8 %) und Ford (0,6 %) verkauften mehr Autos als im Vorjahr.

Motorrad-Trend gebremst

Insgesamt wurden im Mai 27.555 Kraftfahrzeuge neu zugelassen, ein Minus von 25,5 % zum Vorjahr. Auffällig dabei: Der Motorradtrend ist mit minus 1,6 Prozent deutlich abgeflacht. Im April lag der Vergleichswert noch bei plus 12 Prozent.

Lange Wartezeiten

Anzumerken ist, dass es derzeit extrem schwierig ist, an ein neues Auto heranzukommen. Lieferengpässe wegen der weltweiten Chipkrise sorgen für Wartezeiten von bis zu einem Jahr. Die Autohäuser haben keine Fahrzeuge mehr auf Lager. Das treibt nicht zuletzt die Preise für Neu- und auch Gebrauchtwagen hinauf.