Raiffeisen: Wie der Russland-Ukraine-Konflikt die Bank trifft

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Raiffeisen: Wie der Russland-Ukraine-Konflikt die Bank trifft

Die Raiffeisen Bank International verdient besser als vor Corona. Für die Cashcow Russland müssen angesichts des Ukraine-Konflikts Vorsorgen getroffen werden.

Die Raiffeisen Bank International (RBI) hat ein gutes Jahr 2021 hinter sich. Der Gewinn stieg auf 1,37 Milliarden Euro und damit über das Niveau von vor der Coronakrise (21019 hatte die Bank 1,23 Mrd. Euro verdient).  "Wir haben sehr erfolgreich gearbeitet", sagt. Bankchef Johann Strobl. 

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Bankchef Strobl auf auf diplomatische Lösung

Im Hinblick auf den aktuellen Russland-Ukraine Konflikt hofft Strobl auf eine diplomatische Lösung. Die RBI ist in beiden Märkten vertreten, allerdings sind die Institute dort eher klein. An einen Ausstieg denke man nicht.

115 Millionen Euro Risikovorsorge 

"Alles, was man jetzt machen kann, ist sich auf solche möglichen Entwicklungen vorbereiten, das tun wir", so Strobl in Anbetracht der Sanktionsdrohungen gegen Russland. Wegen der geopolitischen Spannungen hat die RBI bereits im vierten Quartal 2021 Vorsorgen getroffen und 115 Millionen Euro zurückgelegt.

Kein großer Marktanteil in der Region

Im Verhältnis zu anderen russischen Banken sei die RBI sehr klein, ihr Marktanteil belaufe sich in Russland auf unter 2 Prozent, erklärt Strobl. Das Kreditvolumen liege dort bei etwas über 11 Milliarden  Euro. In der Ukraine sei die RBI noch kleiner, das Kreditvolumen betrage hier rund 2,2 Milliarden Euro. Kunden hat die RBI in Russland etwa vier Millionen, in der Ukraine sind es rund drei Millionen.  

474 Millionen Gewinn in Russland

Aktuell laufe das Geschäft in den beiden Ländern nicht schlecht. Nach Steuern verbuchte die RBI in Russland einen Gewinn von 474 Millionen Euro, immerhin ein beachtlicher Anteil am Gesamtverdienst. In der Ukraine waren es 122 Millionen Euro. Zudem sei das Kreditvolumen gut gestreut. Beide Institute brächten daher einen "guten Risikopolster" in die derzeit angespannte Situation mit, so der Bankchef.